Diagnostik und Therapie im Kinderwunschzentrum Augsburg

Diagnostik

  • Zyklusüberwachung (Ultraschall)
  • Hormonanalyse im Blut
  • Schilddrüsendiagnostik
  • Abortabklärung

Bei der Hystero-Kontrast-Sonographie werden die Gebärmutterhöhle und die Eileiter unter gleichzeitiger vaginaler Ultraschall-Kontrolle, durch Schaum (aus Plasmaexpanderlösung) der als Kontrastmittel dient, dargestellt.
Der Schaum wird über einen dünnen Katheter durch die Scheide und den Muttermund in der Gebärmutterhöhle positioniert.
 
Findet diese Untersuchung ohne Narkose statt, kann es zu Beschwerden kommen, die u. U. einer schmerzhaften Regelblutung entsprechen. Zumeist bilden sich diese Beschwerden von selbst zurück. Gelegentlich ist die Einnahme eines Schmerzmittels notwendig.
 
Diese Untersuchungstechnik kann nur den Verschluss oder die Durchlässigkeit der Eileiter darstellen, nicht aber die möglicherweise vorhandenen entzündlichen Veränderungen der Eileiter, die die Funktion der Eileiter ebenfalls deutlich stören können. Genauso wenig lässt sich die häufige Erkrankung Endometriose erkennen.
 
Die Kosten hierfür werden in der Regel nicht von den Versicherungen übernommen.

Was wird bei einem Funktionsspermiogramm gemacht?
Bei einem Funktionsspermiogramm wird das Ejakulat nach verschiedenen Kriterien beurteilt, die Rückschlüsse auf die Befruchtungsfähigkeit zulassen. Untersucht werden unter anderem die Konzentration und Gesamtzahl der Spermien, deren Aussehen (Morphologie), sowie deren Beweglichkeit (unterteilt in unterschiedliche Bewegungsklassen). Da in unserer Praxis der therapeutische Gesichtspunkt im Vordergrund steht, wird das Ejakulat speziell aufbereitet und die Qualität dieser Aufbereitung nach gleichen Kriterien beurteilt.
Mit dem MAR-Test kann man die Anwesenheit von Antikörpern (können die Befruchtungsfähigkeit der Spermien beinträchtigen) nachweisen.
Eine abschließende Beurteilung der Beweglichkeit findet im Langzeittest nach 24 Stunden statt
(„24 h –Test“).
 
Welche Maßstäbe und Qualitätsanforderungen gelten?
Es gelten die Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Die gleichbleibende Qualität wird durch die Teilnahme an Ringversuchen (QuaDeGA) sichergestellt. Kontrollspermiogramme unterliegen den Richtlinien der Bundesärztekammer (RiLiBÄK).
 
Hinweise zur Probengewinnung

  • Die Spermaprobe sollte durch Masturbation ohne Gleit- oder andere Hilfsmittel gewonnen werden. Kommerzielle Kondome sind mit Spermiziden beschichtet und eignen sich nicht zur Ejakulatgewinnung!
  • Vor der Masturbation Hände und Penis waschen und Seifenreste gründlich entfernen.
  • Bitte 3 Tage vor Probengewinnung auf Geschlechtsverkehr verzichten.
  • Bei kurzer Entfernung des Wohnorts von der Praxis (max. 30 Min.) kann die Spermaprobe zu Hause gewonnen und mitgebracht werden. Das Gefäß muss aufrecht und körperwarm transportiert werden.
     
    Die Kosten hierfür werden in der Regel nicht von den Versicherungen übernommen.

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Therapie

Im natürlichen Zyklus mittels Ultraschallkontrollen und Eisprunginduktion (Auslösen des Eisprungs) wird der Optimalzeitpunkt für den Geschlechtsverkehr bestimmt.

Bei Patientinnen, die keinen Eisprung haben (Anovulation) kann man diesen durch Gabe von Medikamenten fördern.

Homologe Insemination

Zum Zeitpunkt des Eisprungs werden die aufbereiteten Spermien des Partners mit Hilfe einer Spritze und eines dünnen Katheters direkt in die Gebärmutterhöhle oder die Eileiter übertragen. Die Insemination ist ein Therapieansatz bei mittelgradiger Einschränkung der männlichen Zeugungsfähigkeit.

Heterologe Insemination

Sind weder im Ejakulat noch in der Hodenbiopsie Spermien nachweisbar (keine Spermiogenese), gibt es die Möglichkeit über eine Samenspende eine Schwangerschaft zu erzielen.

Zur Durchführung dieser Methode arbeiten wir mit mehreren Samenbanken zusammen. Von dort können wir die von Ihnen angeforderten Proben beziehen.
In der Regel wird der Spendersamen inseminiert ( Insemination ), Maßnahmen wie IVF oder ICSI sind theoretisch möglich.

Eine eigene Samenbank führen wir nicht.

Was versteht man unter einer IVF?

Einer IVF-Behandlung geht eine Hormonbehandlung voraus, die zum Ziel hat, mehrere Eizellen in einem Zyklus heranreifen zu lassen (Erhöhung der Chance durch größere Anzahl der Eizellen).

Nach Auslösen des Eisprungs werden die Eizellen in einem kleinen operativen Eingriff unter Narkose punktiert (Follikelpunktion).

Die Eizellen werden außerhalb des Körpers befruchtet, in dem man Eizellen und aufbereitete Spermien zusammengibt.

Danach werden die befruchteten Eizellen für zwei bis drei Tage kultiviert, und dann mittels eines dünnen Katheters direkt in die Gebärmutter übertragen. (Transfer)

IVF im Spontanzyklus

In Einzelfällen kann es sinnvoll sein - oder es ist von der Patientin so gewünscht- auf eine Hormonbehandlung zu verzichten.

Auf diesem Wege reifen "normalerweise" ein bis zwei Follikel heran, aus denen man die Eizellen isolieren kann. Diese können dann für eine IVF-Behandlung genutzt werden.

Was versteht man unter einer ICSI-Behandlung?

ICSI ist eine Zusatzmaßnahme im Rahmen der IVF bei schlechter Samenqualität des Mannes. Insofern sind alle Schritte bis zur Eizellgewinnung identisch.

Die Eizellen werden nach Präparation mit einer Haltepipette fixiert. Unter einem speziellen Mikroskop wird dann ein einzelnes Spermium in eine dünne Injektionspipette aufgezogen und direkt in die Eizelle eingebracht.

ICSI, auch Mikroinjektion genannt, ahmt somit den natürlichen Vorgang des Eindringens eines Spermiums in die Eizelle nach.

Eine ICSI-Behandlung ist auch im Spontanzyklus in Einzelfällen durchführbar.

Vereinzelt kommt es vor, dass sich im Ejakulat keine Spermien nachweisen lassen.

In diesen Fällen kann man versuchen, Spermien aus Hodengewebe zu isolieren und diese für die Behandlung zu nutzen (TESE).

Plant man eine ICSI-Behandlung im Zusammenhang mit einer TESE wird von einem kooperierendem Urologen in einer Operation Hodengewebe entnommen und bei uns präpariert, beurteilt und portioniert eingefroren (siehe Einfriermaßnahme von Hodengewebe). Ein zusätzlich vom Urologen in Auftrag gegebenes histologisches Gutachten gibt Informationen über das Vorhandensein von Spermien und deren Reife.

Lassen sich Spermien nachweisen kann man diese nach Eizellgewinnung isolieren, und mittels einer ICSI-Behandlung für den Befruchtungsversch verwenden.

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